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Salman Rushdie: Joseph Anton

Salman Rushdie wird Mitte September auf dem Internationalen Literaturfestival in Berlin dabei sein und am 15. September 2013 über seine Autobiographie sprechen. Ich habe Karten dafür und berichte euch anschließend davon.

Kurzkritik

Ich muss gestehen, ich bin etwas zu jung, um das ganze Drama um Salman Rushdie live mitbekommen zu haben. Das Buch habe ich nur aufgrund einer Kritik in der Süddeutschen gekauft – es dann aber innerhalb von drei Tagen durchgelesen.

Buchbeschreibung

Salman Rushdies Autobiographie handelt von den vielen Jahren, in denen er sich mit Hilfe des britischen staatlichen Schutzprogramms verstecken musste. Wieso? Weil er ein Buch mit dem Titel »Die satanischen Verse« geschrieben hatte. Dieses Buch wurde von einem Teil der muslimischen Gemeinde als Angriff auf ihren Glauben aufgefasst. Der damalige iranische Staatschef Khomeini verurteilte Rushdie mittels einer Fatwa zum Tode, in dessen Folge er unter Personenschutz gestellt wurde und viele Jahre lang untertauchen musste. All die Jahre, die Rushdie sich verstecken musste, inklusive der persönlichen Stimmungsschwankungen, der politischen Wogen – mal für, mal gegen ihn – und der Vertrauensbeweise- und brüche von Freunden, Verwandten und Verlagen während dieser Zeit, hat er versucht in seiner Autobiographie aufzuarbeiten. Sie trägt den Namen, den er sich während seiner Personenschutzphase gegeben hat: Joseph Anton.

Persönliches Urteil

Obwohl oder vielleicht auch weil die verletzten persönlichen Gefühle an manchen Stellen die Oberhand gewinnen und einige Seiten zwischendurch mehr einer Abrechnung gleichen als einem Bericht, vermittelt diese Autobiographie sehr eindrücklich, in welcher Situation Salman Rushdie sich befand und welche Auswirkungen die Fatwa auf ihn persönlich, seine Familie, sein Umfeld und auch sein literarisches Schaffen hatte. Er hat gut daran getan den Islam soweit es ging, aus seiner Erzählung herauszuhalten. Nicht aus Furcht, sondern ich denke aus dem Wissen heraus, dass nicht der Islam das Problem war, sondern wie immer die Menschen. Und um Menschen geht es in diesem Buch, das ich nur empfehlen kann.

Über den Autor

Laut Wikipedie ist Sir Salman Rushdie (Urdu ‏سلمان رشدی‎; * 19. Juni 1947 in Bombay, Indien) ein indisch-britischer Schriftsteller. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur. Seine Erzählungen reichert er mit fantastischen Elementen aus der Märchenwelt an. Dieses Vermischen von Mythos und Fantasie mit dem realen Leben wird als magischer Realismus bezeichnet. Rushdie schreibt in englischer Sprache.

Welche Autobiographie hat euch begeistert?

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